BIADOK_Kunst
ist das Akronym für "Bibliotheksautomatisierung, Archivierung
und EDV-gestützte Dokumentation" mit dem Anwendungsbereich
bildende Kunst und zugleich die Bezeichnung für ein freies
Projekt, das vom Kunstwissenschaftler- und
Kunstkritikerverband (kkv) e. V. sowie dem Institut für
Terminologie und angewandte Wissensfoschung (itaw) GmbH - beide
mit Sitz in Berlin - getragen wurde.
Ausgangspunkt für dieses Projekt waren die Anforderungen, die
Benutzer an Kunst- und Museumsbibliotheken stellen: sie erwarten Antworten
auf ihre Fragen unabhängig von der Strukturierung des Wissens in einer
Institution, wo i.d.R. zwischen Archiv, Bibliothek,
Information und Dokumentation, Museum differenziert wird, sowie unabhängig vom
Medium (Text, Bild, Grafik, Audio, Video) und vom Dokumenttyp (z. B.
unselbständiger oder grauer Literatur).
Ein erster Schritt ist die Anwendung von bibliothekarischen Datenformaten
für die verschiedenen Medientypen, wobei hier nur Metadaten (im Sinne von
Titelaufnahmen) erfasst und bereit gestellt werden. Inzwischen ist es üblich,
dass nicht nur Metadaten sondern zunehmend die Dokumente selbst zugänglich gemacht
werden. Damit kommt eine Vielzahl von weiteren Formaten ins
Spiel und es stellt sich die Frage der mittel- und langfristigen Nutzung
dieser mit hohem Personal- und Geldaufwand erfassten Daten angesichts der
Schnelligkeit und Vielfalt der technologischen Entwicklungen. Aufgefangen werden
kann dieses Problem nur durch die Anwendung internationaler Standards für die
Trennung von Inhalten und Layout, Datenaustausch bzw. bezüglich der Schnittstellen.
Sinnvoll ist die Digialisierung im grossen Stil nur, wenn bibliographische Daten,
Volltexte und andere mediale Formen (Bilddaten) auf verschiedenen Rechnerplattformen
und unter verschiedenen Betriebssystemen verfügbar sind. Ferner muß sich die inhaltiche
Strukturierung am Bedarf des jeweiligen Anwenders orientieren. Kulturelle Einrichtungen,
deren Aufgabe in der langfristigen Archivierung, Erschliessung und Vermittlung
des kulturellen Erbes besteht, benötigen ein solches Format, damit die so
überlieferten Quellen und Zeugnisse der Geschichte auch noch zu einem späteren
Zeitpunkt lesbar und über Hard- und Softwaregrenzen hinweg austauschbar sind.
Da diese Anforderungen weiter über die ursprünglichen Ziele des Projektes BIADOK_Kunst
hinausgehen, wurde ein neues Projekt initiiert: BIADOK_Publikation. Hier geht es um Fragen
der elektronischen Wissensstrukturierung und Wissenspräsentation unter Anwendung anfangs des
SGML-, später des XML-Standards. Die CD-ROM "Kulturerbe digital" präsentierte 1999 weltweit
erste Beispiele für die Anwendung in den Bereichen Archiv, Bibliothek und Museum.
Nachfolgend werden auf der Plattform itawMediaBase (iMB) XML-Dokumente als
informative Beispiele unter BIADOK_Publikation eingestellt.
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